Mai.

Für mich ist es wohl das letzte Mal, dass ich Keyenberg mit seinen meiner Meinung nach "richtigen" Ortsschildern antreffe, denn ab Juli wird es ja umbenannt.

Und dann werden etliche Straßennamen auch geändert werden müssen, damit es keine Doppelungen gibt. Wobei z. B. die Holzweiler Straße in beiden Orten keinen Sinn ergibt, denn beide führen nicht (mehr) auf direktem Weg nach Holzweiler. Die Landstraße, die ehemals von Keyenberg nach Holzweiler führte, wird nämlich inzwischen vom "Loch" mit seinen Baggern gekreuzt.

 

 

In der Neubausiedlung ist der "Marktplatz" mittlerweile angelegt mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und Gedenktafeln zu Keyenberg. Und auch an der Mehrzweckhalle sieht es nicht mehr aus wie auf einer Baustelle.

 

Wie schon bei meinem ersten Besuch in Keyenberg vor 10 Jahren besuche ich wieder das Gänsepaar. Und beim Umherstreifen durch das Dorf sehe ich, dass viele Gärten stark gerodet wurden mit Ausnahme der großen Bäume, sofern welche vorhanden sind.

 

Ich beobachte die Keyenberger Immobilienangebote und habe den Eindruck, dass wohl schon einige Häuser verkauft wurden, bevorzugt werden dabei bis auf Weiteres Interessenten aus Erkelenz. Bisher wurde kein Haus bzw. Hof aus dem historischen Kern angeboten und ich befürchte, dass viele davon für potentielle Käufer sehr unattraktiv sind wegen ihres stark sanierungsbedürftigen Zustandes und der oft unmittelbaren Nähe der Haustür zur Straße. Bevor viele dieser Anwesen eines Tages womöglich verschwinden, habe ich deren Tore fotografisch festgehalten.

Immerhin acht dieser Hof- und Scheunentore werden noch von ihren (ursprünglichen) Eigentümern benutzt.