Ich bin wenige Tage nach dem zweiten von Michael Zobel initiierten Dorfspaziergang in Keyenberg. Zum Fotografieren komme ich nur wenig, da ich Personen, die mir begegnen, dazu befrage, wie sie zu diesen Dorfspaziergängen stehen.

Eine Dame fühlt sich wegen der damit einhergehenden Unruhe gestört, ein Herr begrüßt diese Protestaktionen dagegen sehr.

Drei weitere Gesprächspartner fühlen sich zwar nicht belästigt, aber nach deren Einschätzung kommen für Keyenberg diese Aktivitäten ca. 10 Jahre zu spät. Sie wollen die Umsiedlung so bald wie möglich hinter sich bringen, um dann wieder einen normalen Alltag leben zu können.

Der Pfarrer hielt sich übrigens wie schon beim ersten Dorfspaziergang auch beim zweiten Mal an die regulären Öffnungszeiten der Kirche, so dass sie für die Spaziergänger verschlossen blieb, und die Küsterin hat nun das Symbol der Tagebaugegner in Form eines gelben Andreaskreuzes vor ihrer Haustüre stehen. Mein Eindruck ist, dass dies die Zerrissenheit und die Gräben innerhalb der Dorfgemeinschaft ziemlich treffend repräsentiert.

 

In Keyenberg (neu) war ich dieses Mal nicht.

 

Das gesperrte Teilstück der A61 erinnert mich an einen autofreien Sonntag.