Wegen heftiger Erderschütterungen, ausgelöst durch den Grubenbetrieb im Februar 2008, wurde die Schließung des Bergwerks Saar von 2018 auf den 30. Juni 2012 vorgezogen. An diesem Tag fuhr der Nord-Schacht in Lebach als letzter, noch betriebener saarländischer Steinkohle-Förderturm seine letzte Schicht. Damit endete nach ca. 250 Jahren ein elementarer Abschnitt in der Geschichte des Saarlandes.

 

Wie im Ruhrgebiet und anderswo wurden ebenfalls im Saarland die meisten Gruben schon vor langer Zeit geschlossen. Und auch hier hinterlässt der Bergbau viele Relikte. Nicht nur Bergehalden, ehemalige Absinkweiher und als solche noch erkennbare Bergmannsiedlungen prägen nach wie vor die saarlänische Kulturlandschaft, sondern auch etliche Wahrzeichen des Bergbaus, nämlich Fördertürme, haben das Ende ihrer Gruben überdauert.

 

Anlässlich des Endes der saarländischen Steinkohle-Ära habe ich diese Bestandsaufnahme aller Fördertürme gemacht, die auf insgesamt 22 Anlagen noch zu finden waren.