Bataville ist eine kleine Ortschaft in der Nähe von Sarrebourg, umgeben von Wald und einem See. Sie besteht zum einen aus einer ehemaligen Schuhfabrik des Tschechen Tomas Bata und zum anderen aus einer davor gelagerten Arbeiter-Wohnsiedlung inkl. Geschäften, einer Kirche, Schulen und Sportanlagen. (Dieses Konzept der Kombination von Arbeiten und Wohnen wurde von Tomas Bata weltweit ca. 80 mal umgesetzt.)

 

Die Fabrik entstand in den 30er Jahren, beschäftigte in ihren besten Zeiten über 2.000 Personen und wurde 2001 geschlossen. Die Industriegebäude standen dann etliche Jahre leer. Inzwischen haben sich aber mehrere kleine Unternehmen dort angesiedelt, darunter auch zwei Schuhfirmen. Zudem hat Ghislain Gad, der sich für Architektur und Kunst interessiert, im Jahr 2010 den Verein "La Chaussure Bataville" gegründet, dessen Ziel der Erhalt des Ensembles ist. Einige Räumlichkeiten wurden seitdem instandgesetzt, um sie kulturellen Projekten zur Verfügung zu stellen.

 

Die Wohnsiedlung – kaum belästigt von Durchgangsverkehr - macht einen sehr gepflegten, beschaulichen Eindruck. Und offenbar wird Wert darauf gelegt, dass der ursprüngliche Charakter der teils sehr kleinen Wohneinheiten erhalten bleibt und nicht durch verschiedene An- oder Umbauten zerstört wird.